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 Bicuar National Park (S75) - Das "Purgatorium“ Feuerexperiment in Angolas Suffrutex – Grasländern
Wiederkehrende Brände in der Trockenzeit sind ein charakteristisches Merkmal von Afrikas Miombo Region und bestimmen die Grenzen und Ausdehnung des Wald – Grasland – Mosaiks. Es wird angenommen, dass die heutige Vegetation gut an Störungen durch Feuer angepasst ist, da viele C4 – Gräser, Spaliersträucher und Bäume entweder Brände geringer Intensität tolerieren oder nach einem Brand rasch neu austreiben.
Obwohl Feuer heutzutage ein sehr häufiges Störungsereignis in diesen Landschaften ist, sind die meisten der Brände von Menschen verursacht. Das bedeutet, dass die Brandhäufigkeit, ihr saisonaler Zeitpunkt und die Länge der (feuerfreien) Intervalle zwischen Bränden von ihnen gesteuert werden. Der genaue Zeitpunkt der Brände in der Trockenzeit hat allerdings einen großen Einfluss auf die Brandintensität, da mit voranschreitender Trockenzeit die Biomasse/Brennladung trockener und die Umgebungstemperatur heißer wird. Es wurde jedoch bis heute nicht untersucht, wie die Vegetation dieser natürlichen und artenreichen Grasländer auf unterschiedliche Brandzeitpunkte und Längen der Erholungsphasen zwischen Bränden reagiert. Insbesondere sind Effekte auf Vegetationsstruktur und Artenzusammensetzung (durch Konkurrenz zwischen Pionier- und Klimaxarten) zu erwarten.
Um die Effekte von unterschiedlichen Brandzeitpunkten auf Vegetationsstruktur und Artenzusammensetzung zu untersuchen, haben wir an zwei für die Suffrutex-Grasländer Zentralangolas typischen Standorten im Rahmen der Biodiversitäts - Observatorien (Bicuar Nationalpark, S75, und Cusseque, S74) systematische Feuerexperimente (Purgatorien) angelegt. Diese Experimente werden in enger Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Fernanda Lages am ISCED da Huíla in Lubango durchgeführt.
Jedes Purgatorium besteht aus einem Hektar Suffrutex – Grasland, unterteilt in ein 15 m x 15 m Gitter mit einer (früh gebrannten) 5 m Brandschneise entlang der Außenkanten. Drei unterschiedliche Varianten werden in einem Zufallsdesign angewendet: 12 Plots werden früh in der Trockenzeit gebrannt, 12 spät in der Trockenzeit und 12 gar nicht gebrannt. Eine vollständige Vegetationsaufnahme, einschließlich der Messung ausgewählter Traits von ausdauernden Gräsern, Suffrutices und Bäumen, wird in der jeweils folgenden Regenzeit durchgeführt.

Luftbild des Purgatoriums im Bicuar Nantionalpark im August 2017 (Foto: Fernanda Lages)

Kontrolliertes Abbrennen der frühen Plots im Juni 2017 (Foto: Paulina Zigelski)


Versuchsaufbau und Flächenverteilung des Purgatoriums Bicuar

Das "Purgatorium“ Feuerexperiment Fotogalerie


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Bicuar Purgatorium nach dem späten Abbrennen der Versuchsflächen im Juli 2017.
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Bicuar Purgatorium zum Ende der Trockenzeit im September 2017.
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Luftbildaufnahme des Bicuar Purgatoriums im Januar 2018.
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Früh gebrannte Fläche in Bicuar im Januar 2018.
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Spät gebrannte Fläche in Bicuar im Januar 2018.
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Nicht gebrannte Fläche in Bicuar im Januar 2018.
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Wiederaustreibendes Triumfetta geoides auf den Brandflächen von Bicuar.
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Blühende Pachystigma pygmaeum auf der Fläche in Bicuar.